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Im tiefen Sand von Karimunjawa versunken

INDONESIEN

Nachdem wir uns auf der kleinen Insel Pulau Menjangan-Kecil erholt hatten, ging es für uns zurück – auf in unser Abenteuer Karimunjawa. Wir wollten unsere letzte Nacht noch einmal im Coconut House verbringen. Sudar, der Besitzer, erzählte uns, dass wir auch von Karimunjawa nach Surabaya fliegen könnten. Das klang für uns sehr interessant. Denn das bescherte uns einen weiteren Tag auf dieser wunderschönen Insel. Nun stellte sich die Frage, wie wir an unsere Flugtickets kommen.

Da an diesem Tag zwei Gäste des Coconut Houses ebenfalls zum Flughafen mussten, entschlossen wir uns mitzufahren, um unsere Tickets für den nächsten Tag zu kaufen. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, was uns an dem Tag noch bevor steht.

Als wir am Flugplatz ankamen, war dieser leider geschlossen und öffnete erst wieder in einer Stunde.
Der Vorschlag, zum Strand zu fahren, klang verlockend. Also machten wir uns auf den Weg. Der sogenannte Weg führte über eine Sandstraße. Und wie das Schicksal so wollte, blieben wir tatsächlich mit dem Auto im tiefen Sand stecken. Mitten im nirgendwo. Bei etwa 35 Grad.
Das Unheil deutete sich schon an, als der Fahrer langsamer wurde. Ich sagte noch, dass er jetzt nur nicht stehen bleiben soll. Doch das alles half nichts.

Also verbrachten wir die nächsten 2 Stunden im Nichts. Die zwei Fahrer versuchten das Auto wieder freizubekommen, während wir irgendwo Schatten suchten. Da der Sand viel zu fein war und das Auto schon viel zu tief drin steckte, konnten die Fahrer auch nichts mehr ausrichten. Blöd war nur, das die zwei anderen Gäste zum Flughafen mussten, um den Flug zu erwischen.

Nach 2 endlosen Stunden kam Hilfe und wir wurden mit Rollern abgeholt. Frech fanden wir allerdings, dass wir für die Dummheit der Fahrer auch noch 10 Euro pro Person hätten zahlen sollen.
Das sahen wir natürlich nicht ein und fingen an den ganzen Weg zum Coconut House zu laufen.
Wir wussten beide, dass wir spätestens im nächsten Dorf nachfragen würden, ob uns jemand fahren kann. Bis zur Stadt waren es immerhin 20 Kilometer.
Als wir mit vollem Gepäck und Ricardo mit Krücken los liefen, wollten sie noch handeln. Aber wir blieben stur.
Nach etwa 5 Minuten kamen sie dann doch hinterher und fuhren uns gratis zum Coconut Haus.
Ganz klarer Sieg für uns. Man muss eben wissen, wie man es machen muss. Denn vom Prinzip her sind die Asiaten keine schlechten Menschen und hätten uns wohl niemals laufen lassen.

Völlig fertig kamen wir dann im Hostel an und wollten nur noch duschen. Von oben bis unten klebte dieser feine Sand an uns.
Nach der Dusche, ging es für uns nur noch zum Abendessen und später ließen wir unser Abenteuer Karimunjawa gemütlich in der Lounge ausklingen.

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